Mein ständiger Begleiter…

Das Kraftpapier-Skizzenheft von Hahnemühle (unbezahlte Werbung) ist zurzeit mein ständiger Begleiter. Das dünne A5-Heft passt in jede Tasche und nimmt kaum Platz weg. Stift oder Füller hab ich sowieso immer dabei und schon ist man für kurze Skizzen gut gerüstet. Das Kraftpapier hat mich überrascht. Oft habe ich bei günstigen Skizzenbüchern böse Überraschungen beim Aquarellieren erlebt. Papiere die die Farbe geradezu aufsaugen, anfangen sich aufzulösen oder so wellig werden, dass die Farbe zu unschönen Pfützen zusammen läuft. Dieses Papier macht alles problemlos mit. Unterschiedliche Medien lassen sich problemlos kombinieren, und man bekommt sogar schöne aquarellige Verläufe hin. Da macht das Experimentieren richtig Spaß.

Stade

Hansestadt mit altem Hafen, historischen Gebäuden und einem Burggraben der sich rund um die Altstadt zieht. Das Zentrum, rund um den Fischmarkt, bietet viele Motive zum Zeichnen. Den historischen Tretkran mag ich, wie man sieht, besonders. Zwei Tage bin ich zum Zeichnen dort gewesen. Kürzere Skizzen auf Kraftpapier, mit farbigem Graphitstift koloriert, und aquarellierte Tintenzeichnungen sind entstanden.

Der alte Leuchtturm Balje…

war unser Ausflugsziel am letzten Wochenende. Der kleine Leuchtturm steht am Ufer der Unterelbe in unmittelbarer Nähe zum neuen Oberfeuer Balje. Er kann besucht werden, der Eintritt ist kostenlos, der Förderverein freut sich über eine Spende. Toller Nachmittag, nette Leute, interessante Gespräche.

Der Harburger Hafen

Kein großer Seehafen sondern überschaubarer Binnenhafen mit besonderem Flair. Hier werden mittlerweile keine Waren mehr verladen, viele Privatschiffe und ein Hotelschiff liegen hier. Außerdem gibt es einige historische Schiffe im Museumshafen.

Mittagspause am Fleth

In der letzten Woche verbrachte ich meine Mittagspausen am Buxtehuder Fleth. Eine sommerlich leichte Stimmung machte sich dort breit und ich plante einen Bildausschnitt mit einem kleinen blauen Haus und ein bisschen Drumherum…Beim Anblick meines aufgeklappten Skizzenbuches entstand dann spontan der Plan eine Gesamtansicht zu zeichnen. Ich hatte Glück und konnte an jedem Tag „meinen Platz“ auf der Bank gegenüber wieder einnehmen. Erstaunlich was man alles in 45 Minuten zu Papier bringt. Manchmal ist so ein bisschen Zeitdruck nicht schlecht.

Die Drehbrücke in Estebrügge

Meine letzte Radtour führte mich nach Jork-Estebrügge. Geplant hatte ich eines der am Ufer der Este liegenden Häuser zu zeichnen. Ich hatte gerade einen schönen Blick von der Estebrücke herunter gefunden, da kam der Brückenwärter und ließ die Schranken herunter. Einige Motorboote wollten passieren und dafür musste die Brücke Platz machen, sie wurde gedreht. Die Drehbrücke wird von ehrenamtlichen „Brückendrehern“ bedient. Aufgrund der schnellen Erreichbarkeit übernehmen meistens Anwohner diese Aufgabe, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang haben sie Dienst. Dafür erhalten Sie von der Gemeinde eine Aufwandsentschädigung. Der Diensthabende war gut gelaunt und hat den Wartenden mit dem ein oder anderen lustigen Schnack die Zeit vertrieben. Habe mich dann spontan umentschieden und das Brückenwärterhäuschen zum Motiv erklärt.

Trübe Aussichten..

…aber doch irgendwie wunderschön. Die letzte Woche tat sich durch andauernden Frühlingsregen hervor. Immer wenn ich optimistisch meine Zeichensachen packte, zeigte sich auch schon die nächste Regenwand am Horizont. Das Zeichnen vom Foto genügt mir nicht mehr – Ich mag nicht mehr vor dem Bildschirm sitzen.

Himmelfahrt tröpfelte es nahezu den ganzen Tag. Gegen späten Nachmittag fuhr ich mit dem Rad in die Stadt und suchte mir einen geschützten Platz am Fleth. Die Skizze habe ich mit Inkliner in sepia angelegt. Die einzelnen Regentropfen auf meinem Blatt ließen den Strich immer wieder abbrechen. Ärgerlich, aber da muss man durch. Während meiner Zeichenstunde wurde es hinter der Häuserreihe am Westfleth deutlich heller, und das frische Grün der Bäume leuchtete gegen den teils noch grauen Himmel. Diesen, leider nur kurze Augenblick, hatte ich im Kopf als ich mich dann Zuhause hinsetzte und die Zeichnung kolorierte.

Der Hafen in Stade..

ist ein wunderbarer Ort um Wartezeit zu überbrücken, oder einfach einen entspannten Tag in maritimer Atmosphäre zu verbringen. Mittlerweile sind einige Logbuchskizzen dort direkt vor Ort entstanden. Die historischen Schiffe Dora von Stade und Greundiek haben ihren festen Liegeplatz im Hafen. Der Finkenwerder Elbe-Fischkutter Rungholt HF 510 war im letzten Jahr zu Gast.

#logbuchskizzen

Lebensgefühl

Im letzten Sommer lief ich mehrmals an diesem wunderbaren Fahrzeug vorbei. Leider reichte die Zeit nur für ein schönes Foto. Jetzt habe ich mich an die Zeichnung gemacht, und ich erinnerte mich dabei an diverse Fahrten in der „Ente“. Leider wurde ich immer auf die Rücksitzbank verbannt, und es ging mir, kurz gesagt, nicht besonders gut. Trotzdem sind diese Erinnerungen so positiv behaftet, sie rufen eine Zeit hervor in der ich doch recht unbelastet das Leben in vollen Zügen genoss.